Labor-Lithium-Ionen-Knopfzellen werden von Forschern für schnelle elektrochemische Leistungstests neu synthetisierter Kathodenmaterialien, Anodenmaterialien oder neuartiger Elektrolyte/Additive verwendet. Ihre Eigenschaften wie Geschwindigkeit, niedrige Kosten und Standardisierung haben die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie maßgeblich vorangetrieben. Bei der Herstellung der Knopfzellen-Aufschlämmung ist jedoch die Schwierigkeit, leitfähigen Ruß (wie Super P, Acetylenruß usw.) aufgrund seiner großen spezifischen Oberfläche, hohen Oberflächenenergie und Agglomerationsneigung zu dispergieren, ein häufiges und herausforderndes Problem.
Dies führt zu einer ungleichmäßigen Aufschlämmung und einer schlechten leitfähigen Netzwerkbildung. Dies beeinträchtigt letztendlich die Leitfähigkeit der Elektrode, die mechanische Festigkeit und die elektrochemische Leistung der Batterie. Die Hauptgründe für die schwierige Rußdispersion und die entsprechenden Lösungen sind folgende:
1 Physikalische und chemische Eigenschaften von Ruß
Rußpartikel sind extrem fein, haben eine enorme spezifische Oberfläche und eine sehr hohe Oberflächenenergie. Zwischen den Partikeln wirken starke Van-der-Waals-Kräfte, wodurch sie leicht zu harten, schwer trennbaren Aggregaten agglomerieren. Die Oberfläche der meisten Rußpartikel ist hydrophob, was zu einer schlechten Verträglichkeit mit häufig verwendeten polaren Lösungsmitteln (wie NMP) und einer erschwerten Benetzung durch das Lösungsmittel führt, was zur Partikelaggregation führt. Rußpartikel bilden typischerweise verzweigte oder traubenartige Kettenaggregate (Primärstruktur), die sich weiter miteinander agglomerieren können (Sekundärstruktur). Das Aufbrechen dieser Struktur erfordert ausreichend Energie.
Wählen Sie daher bei der Herstellung der Aufschlämmung leitfähige Rußtypen mit relativ besserer Dispergierbarkeit (z. B. solche mit Oberflächenbehandlung). Falls erforderlich, trocknen Sie den Ruß vor der Verwendung im Vakuum (z. B. mehrere Stunden bei 80–120 °C), um adsorbierte Feuchtigkeit und Gase zu entfernen.

2 Lösungsmittelprobleme
Zu hoher Feuchtigkeitsgehalt des Lösungsmittels: Dies ist einer der häufigsten Gründe. NMP ist stark hygroskopisch. Feuchtigkeit kann:
Verursacht eine Hydrolyse von NMP, wodurch organische Amine entstehen, die den pH-Wert und die Viskosität des Systems verändern.
Bilden Sie einen „Wasserfilm“ auf der hydrophoben Oberfläche des Rußes, der seine Benetzung durch das Lösungsmittel behindert.
Verursacht Nebenreaktionen mit dem Bindemittel PVDF und beeinträchtigt dessen Löslichkeit und Dispersionsstabilität.
Fördern Sie Kapillarkräfte zwischen Rußpartikeln und verschlimmern Sie so die Agglomeration.
Darüber hinaus können Verunreinigungen im Lösungsmittel den Dispersionsprozess stören oder auf der Rußoberfläche adsorbieren.
Kontrollieren Sie die Lösungsmittelfeuchtigkeit streng: Verwenden Sie hochreines NMP und führen Sie vor der Verwendung gegebenenfalls eine strenge Dehydratationsbehandlung durch (z. B. Dehydratation durch Molekularsieb, Destillation, Spülung mit Inertgas).
Kontrollieren Sie die Umgebungsfeuchtigkeit im Schlammaufbereitungsraum (normalerweise <30% RH erforderlich, niedriger ist besser) und verwenden Sie für den Betrieb versiegelte Behälter.
3 Ordnerprobleme
PVDF, das sich nicht vollständig in NMP auflöst und Gele oder Mikrogele bildet, kann Rußpartikel einkapseln, wodurch diese schwerer zu verteilen sind und sogenannte „Fischaugen“ oder Körnchen entstehen.
Zu hohe PVDF-Konzentration oder zu hohes Molekulargewicht: Führt zu einer zu hohen Viskosität der Aufschlämmung, wodurch die Effizienz der Scherkraftübertragung verringert wird und eine wirksame Dispersion von Rußagglomeraten erschwert wird.
PVDF-Molekülketten können auch an der Rußoberfläche adsorbieren. Wenn die Adsorption zu stark oder unzureichend ist, kann dies auch die Dispersion beeinträchtigen.
Verwenden Sie PVDF mit geeignetem Molekulargewicht und guter Löslichkeit. Stellen Sie sicher, dass PVDF vollständig in NMP gelöst ist, bevor Sie andere Materialien hinzufügen, sodass eine gleichmäßige, transparente Kolloidlösung entsteht. Während des Lösens kann entsprechendes Erhitzen (z. B. 50–60 °C) und gründliches Rühren angewendet werden.
4 Probleme beim Schlammaufbereitungsprozess
(1) Falsche Additionsreihenfolge
Eine falsche Additionsreihenfolge ist ein kritischer Faktor, der zum Versagen der Dispersion führt.
Zu frühe Zugabe des Aktivmaterials (z. B. LFP, NCM): Die Partikel des Aktivmaterials sind relativ groß. Werden sie zuerst oder gleichzeitig mit dem Leitmittel zugegeben, können diese größeren Partikel das Leitmittel „abschirmen“ und verhindern, dass es den Scherkräften vollständig ausgesetzt wird. Zudem kann das Leitmittel vom Aktivmaterial eingekapselt werden und Agglomerationszentren bilden.
Falsche Methode zum Hinzufügen des Leitmittels: Das auf einmalige Einfüllen des Leitmittels führt zu einer örtlich hohen Konzentration und sofort zur Bildung harter Klumpen, die sich nur schwer auflösen lassen.

Lösungen:
Die Optimierung der Additionsreihenfolge ist äußerst wichtig:
Lösungsmittel (NMP) + Bindemittel (PVDF): Mischen Sie zunächst den Großteil des NMP (ca. 70–80 % der Gesamtmenge) mit dem PVDF. Rühren Sie bei geeigneter Temperatur gründlich, bis sich das NMP vollständig aufgelöst hat und eine gleichmäßige, transparente PVDF-Kolloidlösung entsteht.
Leitfähigkeitsmittel (Ruß + kleiner Anteil NMP): Mischen Sie das Leitfähigkeitsmittel (Ruß) mit einem kleinen Anteil NMP (ca. 10–20 TP3T) zu einer Leitfähigkeitspaste mit niedrigem Feststoffgehalt. Geben Sie diese Leitfähigkeitspaste anschließend unter schnellem Rühren (hohe Schergeschwindigkeit) langsam und portionsweise zur PVDF-Kolloidlösung aus Schritt 1 hinzu. Dieser Schritt ist entscheidend für die Dispersion des Rußes! Rühren Sie ausreichend lange (z. B. 30–60 Minuten) bei hoher Geschwindigkeit, um sicherzustellen, dass der Ruß vollständig dispergiert und seine Agglomerate aufgelöst werden.
Aktivmaterial (LFP/NCM usw.): Nachdem Sie sichergestellt haben, dass der Ruß gut dispergiert ist, reduzieren Sie die Rührgeschwindigkeit (um eine erneute Agglomeration zu verhindern) und geben Sie das Kathodenaktivmaterial langsam und portionsweise hinzu. Passen Sie nach der Zugabe die Rührgeschwindigkeit nach Bedarf (mittel bis hoch) zur Homogenisierung an und vermeiden Sie übermäßige Scherkräfte, die die Aktivmaterialpartikel beschädigen könnten.
Viskositätsanpassung (verbleibendes NMP): Fügen Sie das reservierte verbleibende NMP (ca. 10%) nach Bedarf hinzu, um die Zielviskosität anzupassen.
Entlüftung und Alterung: Verwenden Sie zum Entlüften ein langsames Rühren oder eine Vakuumentlüftung. Lassen Sie die Aufschlämmung ausreichend lange altern, damit sie sich stabilisiert.
(2) Unzureichende Rührgeschwindigkeit und Scherkraft:
Die Dispergierung von Ruß erfordert eine ausreichend hohe Scherrate (hohe Rotationsgeschwindigkeit), um die Kohäsionskräfte der Agglomerate zu überwinden. Eine ineffiziente Rührblattkonstruktion oder eine zu niedrige Rotationsgeschwindigkeit führen nicht zu einer effektiven Scherung. Eine unzureichende Dispergierzeit verhindert den ausreichenden Abbau der Agglomerate.
Stellen Sie sicher, dass die Rußdispersion unter Bedingungen niedriger Viskosität (nur Lösungsmittel + Bindemittel + Lösungsmittel für eine kleine Menge Leitfähigkeitsmittel) und hoher Scherkraft erfolgt. Vermeiden Sie unbedingt die direkte Zugabe von trockenem Rußpulver zu einer hochviskosen Aufschlämmung oder die gleichzeitige Zugabe mit einer großen Menge Aktivmaterial.
Rührgeschwindigkeit und -zeit optimieren: Die Rotationsgeschwindigkeit während der Dispergierphase muss ausreichend hoch sein (der spezifische Wert hängt von der Ausrüstung ab, ist jedoch deutlich höher als in der Mischphase) und eine ausreichende Dispergierzeit gewährleisten, damit die Scherkraft wirken kann. Zu geringe Zeit ist ein häufiger Fehler.

(3) Unangemessenes Rührprogramm:
Wenden Sie eine Strategie der schrittweisen Dispersion an: Unterscheiden Sie klar zwischen der Phase des Benetzens/Mischens (niedrige Geschwindigkeit) und der Phase des Dispergierens (hohe Geschwindigkeit). Während der Rußdispersionsphase muss die hohe Geschwindigkeit/Scherrate verwendet werden.
Kontrollieren Sie die Schlammtemperatur: Beim Dispergieren kann Wärme entstehen. Zu hohe Temperaturen können Lösungsmittelverdampfung oder Nebenreaktionen verursachen. Verwenden Sie bei Bedarf einen Kühlmantel, um die Temperatur zu kontrollieren (z. B. <40 °C). Hinweis: Beim Auflösen von PVDF kann eine Erwärmung erforderlich sein.
Kontrolle des endgültigen Feststoffgehalts/der Viskosität: Eine zu hohe Gesamtviskosität der Aufschlämmung schwächt die Übertragungseffizienz der Scherkraft erheblich und erschwert die Dispersion. Eine angemessene Reduzierung des Feststoffgehalts während der anfänglichen Dispersionsphase gewährleistet die Beschichtungsleistung und begünstigt die Dispersion von Ruß. Die endgültige Viskosität wird mithilfe des zurückbehaltenen Lösungsmittels eingestellt.
5 Geräteprobleme
Ungeeigneter Mischertyp und falsches Schaufeldesign: Verwendung von Mischern, die für hohe Viskosität oder hohe Scheranforderungen ungeeignet sind (z. B. einfache Paddelrührer), oder von Schaufeln, die keine ausreichende Scherströmung und Zirkulationsströmung erzeugen können, was zu Totzonen führt.
Tote Zonen im Behälter oder in den Klingen: Bewirken, dass lokalisierter Schlamm nicht effektiv gemischt und verteilt wird.
Wählen Sie Dispersionsgeräte mit hoher Scherkraft: z. B. Planetenmischer, Doppelplanetenmischer, Hochgeschwindigkeitsdispergierer oder Inline-Dispergiergeräte mit hoher Scherkraft. Vermeiden Sie die Verwendung einfacher Rührgeräte mit unzureichender Scherkraft.
Optimieren Sie das Schaufeldesign: Wählen Sie Schaufelkombinationen, die eine starke Scherströmung und eine gute Zirkulationsströmung erzeugen (z. B. Sägezahn-Dispersionsscheibe + Ankerpaddel).
Stellen Sie sicher, dass die Ausrüstung sauber und frei von Rückständen ist: Reinigen Sie sie vor und nach jedem Gebrauch gründlich, um zu verhindern, dass getrocknete Schlammrückstände zu Keimen für Agglomerationen werden.

6 Umweltfaktoren
Eine hohe Umgebungsfeuchtigkeit beschleunigt die Feuchtigkeitsaufnahme des Lösungsmittels (NMP) und verschlimmert das Feuchtigkeitsproblem. Kontrollieren Sie die Umgebungsfeuchtigkeit im Schlammaufbereitungsraum streng.
Stärkung der Überwachung und Qualitätskontrolle des Schlammaufbereitungsprozesses:
Online-Überwachung: Überwachen Sie Rührleistung/Drehmoment, Temperatur und Vakuumniveau (falls zutreffend) in Echtzeit.
Schlammprüfung:
Feinheitsmessung: Eine schnelle, intuitive Methode zur Bestimmung der maximalen Partikelgröße in der Aufschlämmung und zur Beurteilung des Dispersionsgrades. Eine qualifizierte Aufschlämmung sollte die Zielfeinheit (z. B. ≤ 20 µm) aufweisen.
Viskosität und rheologische Eigenschaften: Messen Sie die Viskosität und ihre Veränderung mit der Schergeschwindigkeit (rheologische Kurve). Eine gut dispergierte Aufschlämmung weist typischerweise ein stabileres rheologisches Verhalten auf.
Widerstand/Leitfähigkeit: Messen Sie den Widerstand der Aufschlämmung. Eine gut verteilte Aufschlämmung verfügt über ein vollständigeres leitfähiges Netzwerk, was zu einem niedrigeren und stabileren Widerstand führt.
Stabilitätstest: Beobachten Sie die Aufschlämmung auf Sedimentation oder Flockung unter statischen Bedingungen oder bei langsamem Rühren.
Mikroskopische Morphologiebeobachtung (SEM/TEM): Beobachten Sie den Verteilungszustand von Ruß auf der Oberfläche von Aktivmaterialien mithilfe von getrocknetem Pulverschlamm oder beschichteten Elektroden. Dies ist die direkteste Methode zur Bewertung der Dispersionswirksamkeit.
Zusammenfassung

Die Lösung von Problemen mit der Rußdispersion erfordert systematisches Denken und präzises Arbeiten. Die Kontrolle der Lösungsmittelfeuchtigkeit, die Optimierung der Zugabereihenfolge (um sicherzustellen, dass der Ruß bei niedriger Viskosität und hoher Scherkraft dispergiert wird) sowie die Gewährleistung ausreichender Scherkraft und Dispergierzeit sind die drei wichtigsten Elemente. Gleichzeitig sind die Auswahl geeigneter Geräte, die Kontrolle der Umgebungsbedingungen und die strenge Überwachung der Rohstoff- und Prozessqualität von entscheidender Bedeutung. Vor dem Einsatz von Dispergiermitteln müssen alle Prozessoptimierungsmaßnahmen ausgeschöpft werden. Durch die oben beschriebenen umfassenden Maßnahmen kann das Problem der schlechten Rußdispersion in der Kathodenaufschlämmung effektiv gelöst und die Herstellung leistungsstarker Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien ermöglicht werden.
Die Herstellung von leitfähigem Ruß für Lithiumbatterien erfolgt fast ausschließlich im Strahlmahlverfahren. Dies liegt daran, dass Rußaggregate beim Strahlmahlen effektiv und schadstoffarm auf leitfähige Größe dispergiert werden. Außerdem bleibt die inhärente, wichtige Kettenstruktur weitestgehend erhalten. Dies gewährleistet die hervorragenden Leitfähigkeitseigenschaften des Endprodukts. Lithiumbatteriematerialien weisen eine sehr geringe Toleranz gegenüber metallischen Verunreinigungen (wie Fe, Cu und Zn) auf. Dies kann die Lebensdauer und Sicherheit der Batterie erheblich beeinträchtigen. Strahlfräsen basiert auf dem Prinzip der Partikel-Partikel-Kollision. Durch diese relativ sanfte Aktion werden größere Aggregate effektiv aufgebrochen, ohne deren wertvolle innere Kettenstruktur übermäßig zu beschädigen.
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